Die 15-jährige Kim nennt ihren leiblichen Vater nur »den Unscharfen«, seit 13 Jahren hat sie ihn nicht gesehen. Das ändert sich, als sie, nach einem Vorfall in der Familie, die Sommerferien bei Ronald Papen verbringen soll. In einer alten Lagerhalle zwischen zu vielen DDR-Markisen, einem selbstgebauten Beachclub mit dem ambitionierten Alik und Verkaufsfahrten durchs gesamte Ruhrgebiet lernt Kim ihren Vater wirklichen kennen ─ und die Geschichte, die hinter seinem Fernbleiben steckt.
Podcasterin Katja Schlonski hat Probeneindrücke eingefangen, Regisseurin Petra Wüllenweber auf den Zahn gefühlt (die auch die Bühnenfassung des Erfolgsromans erarbeitet hat) und auch den beiden Schauspielenden Sonia Glade (Kim Papen) und Frank Watzke (Ronald Papen) die eine oder andere persönliche Anekdote entlockt.
»Malen wir einen Engel an die Wand!«
So lautet das Motto der letzten Spielzeit, die Axel Vornam am Theater Heilbronn verantwortet, bevor er sich nach 18 Jahren als Heilbronner Intendant in den Ruhestand verabschiedet.
Gemeinsam mit seinem Team aus Chefdramaturgin Dr. Mirjam Meuser, Schauspielleiterin Sophie Püschel, Junges Theater-Leiterin Nicole Buhr und Dramaturgin Christine Härter, steht Axel Vornam unserer Podcasterin Katja Schlonski Rede und Antwort zum Spielplan 2025/2026 und allen großen und kleinen Highlights, die Sie erwarten!
Für David ist die Schule die reinste Qual: schlechte Noten, Klassenclowndasein, ständige Magenschmerzen und dazu auch noch die Streitereien seiner Eltern. Nur bei seinen Großeltern findet der 13-jährige einen sicheren Hafen: besonders im Tüftlerschuppen seines Opas Léon. Als David mal wieder von der Schule fliegt, versucht er mit der Unterstützung seines Großvaters endlich sein Leben in die Hand zu nehmen und seine Stärken zu nutzen. »35 Kilo Hoffnung« nach dem Roman von Anna Gavalda ist eine Geschichte über Individualität und Kämpfergeist und darüber, wie anders die Welt aussieht, wenn auch nur eine Person an einen glaubt.
Podcasterin Katja Schlonski hat sich mit Regisseur Elias Perrig und dem Schauspieltrio Max Lamperti (David), Magdalena Lehnen (Mutter und Großmutter Charlotte) und Thomas Fritsche (Vater und Großvater Léon) unterhalten, Probenausschnitte gesammelt und nach den eigenen, teils vergrabenen, Schulzeiterinnerungen gegraben…
Die Iden des März, 476 n. Chr.: Die Germanen erobern mehr und mehr wichtige Städte des weströmischen Reiches und das steht vor seinem Untergang. Und sein Kaiser Romulus? Der frühstückt, trinkt Spargelwein und betüddelt seine Hühner. Auch wenn sein Hofstaat ─ jedenfalls diejenigen, die noch nicht geflohen sind ─ ihn anbetteln, irgendetwas zu unternehmen, sein Reich irgendwie zu retten. Als sich der schwerreiche Hosenfabrikant Cäsar Rupf mit einer letzten Lösung anbietet, ist Romulus auch daran nicht interessiert. Dass Romulus das Ende des römischen Reiches bereits seine gesamte 20jährige Regentschaft lang plant, ahnt allerdings niemand.
Friedrich Dürrenmatts Komödie erzählt innerhalb eines einzigen Tages den Zerfall des römischen Reiches, allerdings nur sehr lose an die tatsächliche Historie angelehnt. Dafür brillieren absurd-komische Charaktere und Situationen und gleichzeitig erleben wir eine scharfe Analyse gesellschaftlicher Systeme und Prozesse. Podcasterin Katja Schlonski hat mit Regisseur Gustav Rueb gesprochen, mit Schauspieler Oliver Firit und Schauspielerin Sarah Finkel ─ über Hühner, Eier und die Bedeutung einer Weltmacht, die diese immer mehr verliert.
Zum 40. Mal jährte sich ein einschneidendes Ereignis der Heilbronner Stadtgeschichte 2025: am 11.01.1985 gerät auf dem US-amerikanischen Militärstandort Heilbronner Waldheide ein Pershing-II-Raketenmotor in Brand. Drei Soldaten sterben, 16 weitere werden verletzt. Es folgen heftige Proteste und Blockaden, Widerstand gegen die Waffenstationierung, Heilbronn wird für einen kurzen Moment zum Mittelpunkt der westdeutschen Friedensbewegung. Regine Dura und Hans-Werner Kroesinger widmen sich diesem Themenkomplex im Theaterabend »Pershing«, den sie als neuen Zugangsraum für die Stadtgeschichte sehen. Intensive Recherche-Arbeit liegt hinter ihnen: unzählige persönliche Gespräche, Nächte voller Materialdurchforstung beim Kooperationspartner Stadtarchiv Heilbronn, das Verfolgen von Spuren, Inspirationen und Ideen. Die Montage all dieser Funde liegt bei Regine Dura, die daraus einen Text für die Uraufführung in der BOXX mit fünf Schauspielern und Schauspielerinnen zusammenwebt.
Unsere Podcasterin Katja Schlonski hat sich ausführlich mit dem Regie-Duo dura&kroesinger unterhalten und auch Einblicke ─ gesprochener und musikalischer Natur ─ aus dem Probenprozess gesammelt.