• HörBühne

    #75 Verliebt in die Macht: Schillers »Die Verschwörung des Fiesko zu Genua«

    Gerade mal 24 Jahre alt war Friedrich Schiller, als er sein zweites Drama schrieb: »Die Verschwörung des Fiesko zu Genua«, einen spannenden Politkrimi voller Intrigen, Machtspielchen und Hinterzimmer-Verschwörungen. Im Zentrum steht der Graf Fiesko, ein Hoffnungsträger für alle friedliebenden Menschen, der die Stadt Genua vor der Herrschaft eines Tyrannen schützen soll. Doch irgendwann kommt diesem begabten, klugen Mann der Gedanke, dass er vielleicht selbst der richtige Herrscher für Genua sein könnte. Wozu die Macht für andere erstreiten, wenn man sie selbst haben kann? Immer mehr verfällt er dem Eros der Macht. Darüber vergisst er alles und beginnt ein Spiel, dessen Regeln er irgendwann selbst nicht mehr beherrscht.

    Zwischen Schillers Fiesko und unseren modernen Gesellschaften scheinen sich unerhörte Parallelen aufzutun. Das haben Regisseur Axel Vornam und sein Ensemble im Laufe der Proben immer stärker herausgearbeitet. Unsere Podcasterin Katja Schlonski gewährt uns einen Einblick in die Probenarbeit und hat sich mit Axel Vornam, mit Richard Feist, neu im Ensemble und Darsteller des Fiesko, und Stefan Eichberg, dem Darsteller des Verrina, unterhalten. Viel Spaß beim Zuhören.

    #74 »Wer wollen wir gewesen sein?« – Die Spielzeit 2024/2025

    Kurz vor unserer Sommerpause blickt Podcasterin Katja Schlonski auf die nächste Theatersaison 2024/2025 in Heilbronn, die am 28. September 2024 beginnt.

    Sie hat sich mit den Macherinnen und Machern des neuen Spielplans unterhalten: mit Intendant Axel Vornam, Chefdramaturgin Dr. Mirjam Meuser, Schauspielchefin Sophie Püschel und der Leiterin des Jungen Theaters Nicole Buhr.

    Was wird gespielt? Warum stehen diese Stücke auf dem Spielplan? Und was hat es mit dem Spielzeitmotto »Wer wollen wir gewesen sein?« auf sich? All das ist in diesem Podcast zu erfahren. Viel Vergnügen beim Anhören.

    #73 Besessen von Ärzten und Klistieren: »Der eingebildete Kranke«

    Molières bekanntestes Schauspiel »Der eingebildete Kranke« läuft seit dem 29. Juni 2024 als pralle Sommerkomödie im Großen Haus. Ein herrliches Spektakel um den Hypochonder Argan, gespielt von Nils Brück, dessen Leben sich nur um seine eingebildeten Krankheiten dreht. Er gibt ein Vermögen für Ärzte, Apotheker und Arzneien aus, besonders Einläufe und Klistiere konsumiert er in Unmengen. Er geht so weit, dass er seine Tochter Angélique mit einem angehenden Mediziner verheiraten will, obwohl sie einen anderen heiß und innig liebt – nur um Geld für die teuren Behandlungen zu sparen.

    Was dieses Stück mit dem Hier und Heute zu tun hat, warum Regisseurin Susanne Lietzow den Hut vor Molière zieht und was sich das Team ausgedacht hat, um diesen Komödienklassiker auf die Bühne zu bringen, erfahren Sie in diesem Podcast. Unsere Podcasterin Katja Schlonski gewährt hier einen Einblick in die Proben und hat sich mit Regisseurin Susanne Lietzow und Hauptdarsteller Nils Brück unterhalten.

    #72 Machtspiel um Liebe und Kontrolle: »Nach dem Ende« von Dennis Kelly

    »Ein Psychospiel, das zwei Stunden lang mitreißt« – so urteilt die Heilbronner Stimme nach der Premiere von Dennis Kellys »Nach dem Ende« und würdigt: »Romy Klötzel als Louise und Sven-Marcel Voss als Mark sind eine großartige Besetzung.«

    »Nach dem Ende« von Dennis Kelly ist ein Schauspiel für explizit erwachsenes Publikum in der BOXX. Ein Psychothriller, der sich um verschmähte Liebe und Machtspiele vor dem Hintergrund einer allgemein unsicheren Weltlage dreht: Ein Mann bringt eine bewusstlose Frau in den Bunker auf seinem Grundstück und behauptet, sie vor einer atomaren Katastrophe gerettet zu haben. Mehr und mehr zweifelt die Frau aber an den Behauptungen des Mannes, erst recht, als er für seine Rettungstat Gefälligkeiten einfordert … Luisa Köpper führt hier zum ersten Mal Regie. Sie hat sich dieses brisante Kammerspiel für ihren Einstand als Regisseurin ausgesucht.

    Unsere Podcasterin Katja Schlonski, die beim Lesen des Stückes sofort von einer atemlosen Spannung ergriffen wurde und den Text nicht mehr weglegen konnte, gewährt uns einen Einblick in die Arbeit und hat sich mit Luisa Köpper, Romy Klötzel und Sven-Marcel Voss unterhalten.

    #71 »Wolkenrotz«: Wie Kinder mit Kreativität der Armut trotzen

    Jedes fünfte Kind wächst in Deutschland in Armut auf. »Wolkenrotz« von Vera Schindler betrachtet die Armut von Familien konsequent aus der Perspektive von Heranwachsenden. Allerdings von Mädchen und Jungen, die sich nicht von ihrer Lebenssituation unterkriegen lassen, sondern mit Kreativität und der Kraft ihrer Freundschaft den widrigen Umständen trotzen. Unsere Podcasterin Katja Schlonski war bei einer Probe dieses gesellschaftlich brisanten und gleichermaßen warmherzigen, humorvollen und Mut machenden Stückes für Kinder ab acht Jahren dabei. Sie hat sich mit Regisseurin Stefanie Roschek, Dramaturgin Nicole Buhr und dem gesamten Team der BOXX mit Max Lamperti, Chris Carsten Rohmann, Nora Rebecca Wolff und Cosima Fischlein unterhalten. Dabei erfahren wir, was es mit dem Titel auf sich hat, wie (Theater-)Kunst zu einer echten Lebenshilfe werden kann und warum dieses Stück trotz des ernsten Hintergrunds alles andere als traurig stimmt.